Qualitätsverständnis

Im herkömmlichen Qualitätsverständnis wurde Qualität als «Grad der Vollkommenheit» beschrieben, womit strenge Qualitätskontrollen, ob das Produkt den Vorgaben entspricht, verbunden werden.

Mit dem neuen Qualitätsbegriff, der sich am TQM (Total-Quality-Management) orientiert, wird ein umfassenderes, ganzheitliches Qualitätsmanagement beschrieben, bei dem im Wesentlichen prozessbetonte Kriterien im Vordergrund stehen:
 

Orientierung am eigenen Qualitätsversprechen

Qualität heisst, die selbst festgelegten, nach aussen kommunizierten Qualitätsansprüche (z.B. Q-Leitbild) nachweisbar erfüllen.
 

Optimierungsfortschritt durch Fehlererkennung

Qualität heisst, die Prozesse und Produkte schrittweise und fortwährend optimieren.
 

Kundenorientierung

Qualität heisst, durch die Erfüllung der Kundenerwartungen (z.B. Schüler/innen, Eltern, Öffentlichkeit) eine hohe Kundenzufriedenheit herstellen.

Im neuen Qualitätsverständnis entsteht Qualität in einem Prozess von Entwicklungs- und Optimierungsschritten, was im sogenannten Deming-Kreis übersichtlich dargestellt wird:

Abbildung: Deming-Kreis
 

Ist-Soll-Spannung als Nutzen

Die produktive Nutzung der Ist-Soll-Spannung im Qualitätsprozess ist ein Schlüssel zu einem nachhaltig wirksamen Q-Management. Die bewusste und produktive Nutzung der Differenz zwischen dem erwünschten Zustand im Vergleich mit dem tatsächlichen Zustand ist eine der wichtigsten Voraussetzungen für die Weiterentwicklung einer Organisation.

Ausführliche Fassung (PDF Download)

Quellenangabe:
Peter Steiner/Norbert Landwehr: Das Q2E-Modell - Schritte zur Schulqualität, 
2003/2007, S. 6-13, h.e.p. Verlag AG