Individualfeedback und persönliche Qualitätsentwicklung

Qualität in der Schule kann entstehen, wenn die zuständigen Personen bei der Gestaltung ihrer Praxis in regelmässigen Abständen Rückmeldungen zur Arbeit einholen. Mit Hilfe solcher Rückmeldungen kann rechtzeitig erkannt werden, wie gut die Ziele und die leitenden Werte umgesetzt werden und wo gegebenenfalls ein Verbesserungspotential vorhanden ist.

Das Modell des 360° Feedbacks («Rundum-Feedback», «Multisource-Feedback») hat sich in diesem Zusammenhang ein hilfreiches Orientierungsmodell erwiesen: Es macht deutlich, dass verschiedene Feedbackquellen genutzt werden sollten, um eine möglichst reichhaltige Rückmeldung zu den beabsichtigten und unbeabsichtigten Effekte des eigenen Handelns zu erhalten (Schülerinnen und Schülerfeedback, kollegiales Feedback; Elternfeedback).

Feedbacks sind wichtige Instrumente zur Unterstützung der individuellen Qualitätswahrnehmung und Qualitätsentwicklung im beruflichen Arbeitsprozess. Es handelt sich um praxisbezogene Lerninstrumente, die zur Verbesserung des individuellen Handelns genutzt werden können.

Das feedbackgestützte Lernen ist insofern ein unverzichtbarer Teil des schulischen Qualitätsmanagements, als es zur Optimierung der individuellen Praxis beiträgt. Feedbacks helfen, blinde Flecken in der Eigenwahrnehmung des eigenen Handelns aufzudecken und geben Anstoss zur kritischen Auseinandersetzung mit den eigenen Handlungszielen. Durch den Einbezug der Betroffenenperspektive und der Aussensicht einer unbeteiligten Person dienen Feedbacks im Q2E-Modell als Ergänzung und Unterstützung der Selbstbeurteilung. Feedback initiiert und unterstützt aber auch kooperative Lern- und Auseinandersetzungsprozesse in Kleingruppen und fördert daher die Teamentwicklung in der Schule.

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